Hantaviren sind weltweit verbreitet, Überträger sind Nagetiere. Entsprechend kann man nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) überall dort auf das Virus treffen, wo sich Mäuse, Ratten und Co. herumtreiben. Und es ist kein direkter Kontakt mit den Tieren nötig, die Viren stecken nämlich auch in den Ausscheidungen infizierter Nager.
Menschen können sich etwa infizieren, wenn mit Kot kontaminierter Staub aufgewirbelt und eingeatmet wird. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch findet laut FLI wahrscheinlich nicht statt. Die Infektionsgefahr ist in den Monaten Mai bis September am höchsten. Etwa bei:
Wo keine Nager, da vermutlich keine Gefahr für Hantaviren: Deswegen ist der beste Schutz Prävention. Also, indem man Mäuse und Ratten erst gar nicht in seine Nähe lässt. Und das geht mit Ordnung, Vorratsbehältern und Kontrolle, so das FLI. Konkret bedeutet das:
Aufgefundene tote Mäuse und Ratten sowie deren Hinterlassenschaften müssen sicher entfernt werden. Anschließend muss man gut reinigen. Damit man nicht unabsichtlich das Hantavirus verbreitet, hat das FLI noch diese Hinweise:
Laut FLI verläuft die Virusinfektion häufig ohne Symptome oder so leicht, dass sie Betroffenen nicht auffällt. Der Schweregrad des Verlaufs hänge auch von der Art des Hantavirus ab.
Mitteleuropäische Hantavirus-Arten verursachen demnach grippeähnliche Infektionen, mit über drei bis vier Tage anhaltendem hohen Fieber sowie Kopf-, Bauch- und Rückenschmerzen. In einer nächsten Krankheitsphase können dem Institut zufolge Blutdruckabfall und Nierenfunktionsstörungen auftreten. Bei Verdacht auf eine Infektion sollte man unbedingt zum Arzt gehen.
Auf einem kleinen Kreuzfahrtschiff im Atlantik sind laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) drei Menschen mutmaßlich nach einer Infektion mit dem Hantavirus gestorben.
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(04.05.2026)
