Im Familienchat erfährt man von einem Unfall und möglichen Gefahren in der Umgebung. Auf Social Media kursieren Videos und Hinweise, was nun angeblich zu tun ist. Und dann erhält man vielleicht noch Anrufe, in denen einem etwas ganz anderes erzählt wird. So eine Lage kann sehr verunsichern - dabei kommt es jetzt auf valide Informationen und Sicherheit an. Wie informiert man sich am besten und wie reagiert man richtig?
Richten Sie für den Fall der Fälle eine Warn-App ein, etwa NINA, eine Warn-Anwendung des Bundes. Abonnieren Sie Ihren Wohnort und erlauben Sie Benachrichtigungen, rät das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Prüfen Sie außerdem, ob Ihr Handy Cell-Broadcast-Warnungen empfangen kann.
So nutzen Sie mehrere Wege, um von Gefahren in Ihrer Nähe zu erfahren. Eine Garantie, jede Warnung zuerst oder überhaupt zu erhalten, gibt es laut BBK nämlich nicht. Wenn Sie eine amtliche Warnung für Ihren Standort erhalten, lesen Sie die konkreten Anweisungen und befolgen Sie sie.
Warnung genau lesen: Schauen Sie nicht nur auf die Überschrift. Öffnen Sie die Warnmeldung und prüfen Sie vier Punkte:
Eine Meldung kann richtig sein und trotzdem einen anderen Stadtteil oder eine frühere Lage betreffen Warnungen können je nach zuständiger Behörde regional unterschiedlich sein, so das BBK.
Außerdem sollten Sie einen lokalen Radiosender über UKW oder DAB+ einschalten. Gegebenenfalls gibt es auch Fernsehdurchsagen, digitale Infotafeln in Städten sowie – je nach Kommune – zusätzlich Lautsprecherwagen. Die Telefonnummer 112 ist für Feuerwehr und Rettungsdienst in Notfällen da, 110 für die Polizei. Wichtig: Dies sind Notrufnummern - also nicht für allgemeine Rückfragen wählen.
Gehen oder fahren Sie nicht zur Gefahrenstelle, nur um zu gucken oder Fotos zu machen. Leiten Sie keine ungeprüften Kettennachrichten oder Screenshots ohne Datum weiter. Fragen Sie stattdessen: Wer hat das zuerst veröffentlicht? Von wann ist die Meldung? Gilt sie für meinen Ort? Das BBK rät, die ursprüngliche Quelle zu suchen und zweifelhafte Behauptungen mit vertrauenswürdigen Informationen abzugleichen - etwa auf Behörden-Webseiten.
Warten Sie bei einer möglichen akuten Gefahr aber nicht einfach ab, sondern suchen Sie zügig nach aktuellen amtlichen Anweisungen. Wenn Sie andere informieren, teilen Sie möglichst den Link zur aktuellen amtlichen Meldung statt etwa einen Screenshot.
Die NINA-Warn-App besitzt eine integrierte Teilen-Funktion (Share-Icon). Damit können Sie den offiziellen Warntext samt Handlungsempfehlungen direkt per WhatsApp, SMS, E-Mail oder über soziale Medien an Familie, Freunde oder Nachbarn weiterleiten. Grundsätzlich gilt: Stets die Anweisungen der zuständigen Behörden befolgen.
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(06.11.2026)
